NARBENPFLASTER

Narbenpflaster - Silikonauflagen
Vor allem bei der Behandlung hypertropher Narben, also wucherndem Narbengewebe im Wundbereich, sind sog. Narbenpflaster sehr wirksam. Narbenpflaster können aber auch vorbeugend, etwa nach der Entfernung von Leberflecken, Warzen oder Muttermalen, angewendet werden, um die Heilungsprozesse zu unterstützen und die Bildung hypertropher Narben zu verhindern.
Narbenpflaster bestehen aus Polyurethan, das atmungsaktiv und wasserdampfdurchlässig ist. Sie schaffen im Narbenbereich ein Hautklima, das die Stoffwechselprozesse anregt und die Regeneration des Gewebes fördert. Zusätzlich bewirken Narbenpflaster durch die Ausübung von leichtem Druck auf die Narbe, eine Umstrukturierung des Gewebes und erhöhen so dessen Elastizität. Narbenpflaster enthalten keine pharmazeutischen Wirkstoffe, Nebenwirkungen durch ihre Anwendung sind nicht bekannt.
Narbenpflaster können sowohl bei frischen als auch bei alten Narben eingesetzt werden. Ihre Anwendung ist schmerzfrei und in der Regel auch bei Personen mit Allergien oder empfindlicher Haut, bei Kindern und während der Schwangerschaft geeignet.
An Körperteilen, die viel bewegt werden (z.B. Ellbogen, Knie), kann die Anwendung zusätzlicher Fixierstreifen notwendig werden, die mitunter zu Hautreizungen führen können.
Die Narbenpflaster werden nach abgeschlossener Wundheilung (kein Schorf mehr, Fäden nach operativen Eingriffen müssen gezogen sein) auf die Narbe geklebt und dort mindestens 12 Stunden belassen. Aus hygienischen Gründen sollten sie spätestens nach 24 Stunden gewechselt werden.
Eine Behandlung mit Narbenpflastern erfolgt über einen Zeitraum von etwa zwei bis drei Monaten, wobei die Behandlungszeit von der Beschaffenheit der Narbe und der Hautstruktur des Betroffenen abhängt. Während dieses Zeitraums sollte die Behandlung nicht länger als 12 Stunden unterbrochen werden, um einen Behandlungserfolg nicht zu gefährden.
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