GYNÄKOMASTIE MÄNNERBRUST

Brustreduktion beim Mann, Korrektur der Männerbrust (Gynäkomastie)
Der Name Gynäkomastie stammt aus dem griechischen „gyne“-frauenähnlich und „mastos“- Brust. Es handelt sich um die Vergrößerung der männlichen Brustdrüse, die in der erwachsenen Population bei 30-40 % der Männer vorliegt. Häufig ist das Vorkommen bei Heranwachsenden (60-75%) mit einseitiger oder beidseitiger Vergrößerung der Brustdrüse, die häufig durch Schmerzen begleitet wird.
Sammelt sich nur das Fettgewebe im Bereich des männlichen Brustkorbs, so liegt eine Pseudogynäkomastie vor. Grundsätzlich sollte bei jeder Gynäkomastie eine diagnostische Abklärung der Brustdrüse erfolgen, um ein Mammakarzinom beim Mann auszuschließen.
Ursachen für Gynäkomastie
Eine physiologische (= normale) Gynäkomastie kommt bei männlichen Neugeborenen vor, bei denen die Hormone aus dem Körper der Mutter überwiegen. Diese Art der Gynäkomastie lässt während ein paar Wochen nach. Ähnliches gilt für die Gynäkomastie im Rahmen der Pubertät, die innerhalb von 1-2 Jahren wieder zurückgebildet sein sollte. Tritt die Rückbildung nicht ein, so ist ein Besuch bei einem Endokrinologen empfehlenswert. Als Altersgynäkomastie bezeichnet man das Auftreten der Brustvergrößerung ungefähr nach dem 60. Lebensjahr, wenn die Androgenproduktion nachlässt
Die pathologische (=krankhafte) Gynäkomastie hat verschiedene Ursachen. Ungefähr 60% der Gynäkomastien sind durch Medikamente (z.B. Spironolakton, Cimetidin, Dioxin), Hormone und häufig auch steroide Anabolika bedingt.
Bei den testikulären Ursachen der Gynäkomastie wird zwischen primär und sekundär unterschieden. Primär beschädigte Hoden kommen vor beim Klinefeltersyndrom (Gendefekt mit zusätzlichen x-Chromosom der betroffenen Männer), dem hypothalamischen Hypogonadismus (verkleinerter Hoden infolge mangelnder Sekretion höherer Steuerhormone aus dem Hypothalamus) und dem Reifensteinsyndrom (Syndrom, welches Gynäkomastie, Deformitäten an Geschlechtsorganen, Hypogonadismus, abnormale Mündung der Harnröhre- Hypospadie kombiniert). Auch sekundär beschädigte Hoden durch andere Krankheiten wie Hodentumore, Hodenentzündungen, Verletzungen oder vorausgegangener Vasektomie (Sterilisierung des Mannes) können hormonales Ungleichgewicht zur Folge haben.
Hinzu kommen Tumore und onkologische Krankheiten. Am häufigsten handelt es sich um Östrogen produzierende Tumore aus der Nebennierenrinde. Zu anderen onkologischen Krankheiten gehören das hepatozelluläre Karzinom, Lymphom. Lungentumore und Tumore im Bereich des Hypothalamus und der Hypophyse. Stoffwechselerkrankungen als Verursacher der Gynäkomastie beinhalten Leberzirrhose, Niereninsuffizienz und Fettleibigkeit. Hormonales Ungleichgewicht, am häufigsten des Schilddrüsenhormons, ist eine ebenfalls häufige Ursache der Gynäkomastie. Die Vermehrung des Gewebes kommt sowohl bei der Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion) als auch bei der Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) vor.
Typen der Gynäkomastie
Wird die Brustmasse beim Mann überwiegend durch die Brustdrüse verursacht, liegt eine Drüsengynäkomastie vor und eine chirurgische Entfernung der Brustdrüse (subkutane Mastektomie) sollte vorgenommen werden. Bei der Fettgynäkomastie oder Pseudogynäkomastie ist in die vergrößerte Brust überwiegend Fett eingelagert, das durch eine Absaugung entfernt werden kann. Die Drüsen-Fett Gynäkomastie ist ein Mittelding aus den beiden o.g. Gynäkomastien und wird therapeutisch durch die Kombination aus Mastektomie und Absaugung angegangen.
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