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AREOLAREKONSTRUKTION

AREOLAREKONSTRUKTION

Rekonstruktion der Areole

Im Vergleich zur Mamillenrekonstruktion ist die Rekonstruktion der Areole relativ einfach, wenngleich auch hier viele unterschiedliche Methoden existieren.

Grundsätzlich kann man die Techniken in 3 Gruppen unterteilen:

1. Aufbewahrung bzw. „banking“ der Areole mit späterem Transfer auf die rekonstruierte Seite

2. Dermabrasio und spontanes Abheilen bzw. Spalthautexzision und freie Hauttransplantate

3. Spalt- bzw. Vollhauttransplantation

4. Mikropigmentierung des Areolenbereiches

Beim Areolen-Banking kommt es immer wieder zu Pigment- und Texturverlust. Aus diesem Grund wird diese Methode heute in der Regel nicht mehr angewandt. Zudem bestehen Bedenken aus onkologischer Sicht.
Eine Dermabrasio, welche zu Pigmentveränderungen führt, kann unter Umständen noch bei Patientin mit dunkler Haut angewendet werden, da es in aller Regel zu dunklen Pigmentveränderungen kommt.
Das bevorzugte Spenderareal für ein freies Transplantat bleibt eine kontralaterale große Areole, die während einer Mastopexie oder Mammarekonstruktionsplastik verkleinert wird. Das Transplantat wird als tiefes Spalthauttransplantat von der Peripherie der vergrößerten Areole gehoben und um die rekonstruierte Mamilla gelegt, sodass eine einzige zirkuläre Narbe resultiert. Andere Techniken des „areola sharing“ sollten heute nicht mehr angewendet werden. Spalthauttransplantate von der Oberfläche der Spenderareole und Techniken, die eine spiralförmige oder andere inadäquate Narbenbilder auf der rekonstruierten Areole produzieren, wirken unnatürlich und werden dem heutigen ästhetischen Anspruch nicht mehr gerecht.
Sollte keine vergrößerte kontralaterale Areole vorliegen und daher dieser Bezirk nicht als Spenderareal zu Verfügung stehen, bleibt die Leistenregion noch als Spendebezirk für ein Vollhauttransplantat zur Areolenrekonstruktion. Allerdings wird häufig die transplantierte Areole durch Depigmentation farblich so verändert, dass eine Mikropigmentierung notwendig wird.
Aus diesem Grund wird heute weltweit nahezu ausschließlich schon primär pigmentiert, sodass eine Hauttransplantation zur Areolenrekonstruktion nicht mehr notwendig wird. Dies hat den Vorteil, dass man keine Hebedefektmorbidität produziert, dass keine unnatürliche, scharf begrenzte periareoläre Narbe resultiert und man durch das Mikropigmentieren ein natürliches Auslaufen der Pigmentierung von der Areole in die umgebende Brusthaut erzielen kann. Zusätzlich kann die Mamille durch eine dunklere Pigmentierung als die umgebende Areole, optisch vergrößert werden. Allerdings muss in den meisten Fällen mehrfach pigmentiert werden, bis ein dauerhaftes Resultat erreicht ist.
Die Rekonstruktion des Mamillen-Areola-Komplexes ist ein integraler Bestandteil und wertvolles Detail der Brustrekonstruktion, wobei die Symmetrie der Mamillenposition und die Größe der Areola für ein ästhetisch befriedigendes und symmetrisches Gesamtresultat immer erreicht werden sollte.

Wiederherstellung des Brustwarzenhofes durch intradermales Pigmentieren

Was ist das?
Nach dem Aufbau der Brust und der Brustwarze stellt die Pigmentierung der Brustwarze und des Brustwarzenhofes den letzten Schritt der Brustrekonstruktion dar.
Wie funktioniert das?
Nachdem die kleinen Hautnarben an der Brustwarze abgeblasst und vollständig verheilt sind wird ambulant in örtlicher Betäubung schmerzfrei die Farbgebung durch intradermales Pigmentieren  durchgeführt.
Passend zur Gegenseite wird die Form des Brustwarzenhofes auf die Haut aufgemalt und der entsprechende Farbton aus einer breiten Spezialpigmentauswahl zusammengestellt.
Mit einem Spezialinstrumentarium  und sterilen Einmalnadeln wird die oberste Hautschicht angeritzt und gleichzeitig wird bei diesem Vorgang das Pigment in die Haut eingebracht.
Da ein Teil des Pigmentes von der Haut wieder abgeschilfert wird, sind mindestens 2 Pigmentiersitzungen notwendig, manchmal auch mehrere.
Wie geht es weiter?
Am Ende der Pigmentierung sieht die behandelte Haut wie eine oberflächliche Schürfwunde aus und verheilt auch wie diese. Zur Unterstützung der Abheilung wird ein Spezialverband, mit dem die Patientin duschen kann, angelegt. Dieser bleibt 3 Tage geschlossen auf der Haut und wird dann am besten unter der Dusche abgenommen. Sind die kleinen punktförmigen Verkrustungen trocken, ist kein  weiterer Verband notwendig.
Nach ca. 3 Wochen sind die Krusten vollständig abgegangen, die Farbe und Form kann dann beurteilt werden.
Nach 4 Wochen erfolgt dann die 2. Sitzung.
Nach vollständiger Pigmentierung bleibt ein dauerhaftes Ergebnis. Nach ca. 5-10 Jahren kann das Pigment verblassen. Mit einer Pigmentierung kann die Farbe wieder aufgefrischt werden.
Gibt es Risiken?
Da die Haut, wenn auch  nur sehr oberflächlich angeritzt wird,  sind Probleme wie Nachblutung, Wundheilungsstörungen und Infektionen möglich.
Gleiches trifft für Abweichungen in Form und Farbe im Vergleich zur Gegenseite zu.
Wie lange dauert eine Pigmentierung?
Eine einseitige Pigmentierung dauert ca. 20 Minuten, zwei Seiten nehmen ca.35 Minuten in Anspruch
Was muss nach der Pigmentierung beachtet werden?
Der duschfähige kleine Folienverband bleibt 3 Tage geschlossen auf der Haut. In dieser Zeit können sportliche Aktivitäten, außer Schwimmen uneingeschränkt durchgeführt werden. Wenn die kleinen Verkrustungen nach dem Entfernen der Folie trocken sind, bestehen keine Einschränkungen mehr.

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